Lost in Transition?

Makrostrukturelle Voraussetzungen für ESL- und NEET-Raten in Europa


Die Ursachen für frühe Schulabbrüche und die Beschäftigungslosigkeit Jugendlicher werden häufig im Bereich persönlicher Eigenschaften der Betroffenen gesucht: Die Bildungsarmut in der Familie, die Motivationslosigkeit, die geringen Sprachkenntnisse, der Seiteneinstieg ins österreichische Schulsystem, der fehlende Kindergartenbesuch oder auch der (meist nur verschwommen definierte) "Migrationshintergrund" sollen erklären, warum es zu einem frühen Schulabbruch oder zu Erwerbslosigkeit kommt.

Mit diesem individuellen (und auch defizitorientierten) Blickwinkel kann man allerdings nicht erklären, warum ESL- und NEET-Raten in manchen Staaten um ein Vielfaches höher sind als in anderen. Hier setzt die vorliegende Studie an und möchte aufzeigen, dass Brüche und Leerläufe an der Schwelle zwischen Ausbildung und Beruf auf Rahmenbedingungen des Bildungssystems und des Jugendarbeitsmarktes zurückgeführt werden müssen. Bildungs- und Arbeitsmarktstrukturen bzw. -politiken bestimmen die Laufbahnen junger Menschen entscheidend mit.

Projektleitung: Winfried Moser, Korinna Lindinger
Mitarbeit: Marion Hackl, Caterina Hannes
Projektstart: Dezember 2012
Fertigstellung: Oktober 2014
Freigabe: Februar 2015
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Bundesministerium für Bildung und Frauen, Stadtschulrat Wien
Projektnummer: ina-61211

Links:

Studie (PDF)

Fachartikel in "Soziologie in Österreich" (Link)

Fachartikel in Englisch (PDF)

Abstract für OeAD-Vortrag (PDF)

Druckansicht
 


Österreichisches Institut für Kinderrechte und Elternbildung
Ballgasse 2 · 1010 Wien
01/512 12 98 - 51 ·

© 2015 Kinderfreunde. All rights reserved.