Kind spring über ein Gatter

2005: Body & Soul

Essverhalten und Körperbewusstsein bei 8 - 14-Jährigen

Gesundheitsthemen sind heute sehr oft in Zeitgeist-Themen unserer Gesellschaft eingebettet, die mit Gesundheit nur noch am Rande zu tun haben – z.B. Fitness und Wellness. In diesem Zusammenhang rückt der „perfekte Körper“ immer mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Es wird ein Körperideal vorgegeben, das eigentlich nur durch spezielle Maßnahmen und Körperdisziplinierungen erreicht werden kann. Die Gleichung schlank=schön=gesund=erfolgreich wird immer zwingender. Vor allem für Mädchen und Frauen. Aber auch auf Burschen und Männern lastet der Druck von Körperbildern, die sie erfüllen sollen. Von frühester Kindheit an wird man mit Bildern von „perfekten“ Menschen konfrontiert. Der Körper wird zunehmend zum Werkzeug, das ein glückliches und erfolgreiches Leben garantieren soll. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass viele Menschen mit den vorgegebenen Idealen nicht zu Recht kommen. Essstörungen nehmen dramatisch zu.

Die zentralen Fragestellungen der Studie beziehen sich auf die Themenkomplexe Ernährung, Bewegung, Körper und Körperbilder, Körperbewusstsein, Selbstbewusstsein und Umgang mit sich selbst. . Mit einem speziellen Fokus auf Oberösterreich wurden 673 Mädchen und Buben im Alter zwischen acht und vierzehn Jahren zu ihrem Ess-, Bewegungs- und Freizeitverhalten befragt, darüber, wie sie sich selbst sehen und wie sie von anderen gesehen werden, ob sie mit sich selbst zufrieden sind oder ob sie gern etwas verändern würden.

Derzeit sind zwei gegenläufige Trends sichtbar: sowohl Magersucht, als auch Fettsucht sind im Zunehmen begriffen. Magersucht und Adipositas sind zwei Seiten einer Medaille der industriealisierten Gesellschaft. Bereits Volksschulkinder, in erster Linie Mädchen, machen erste Erfahrungen mit Diäten und von Magersucht Betroffene werden immer jünger. Auf der anderen Seite gibt es einen dramatischen Anstieg der Fettleibigkeit bereits im Kindesalter, der aber auf gesellschaftlicher und politischer Ebene noch nicht entsprechend wahrgenommen wird.

Die Studie zum Download (pdf 535 KB)
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