3 lachende Burschen

2006: Alles Super Nanny?!

Erziehung als Doku-Soap

Ein zeitgemäßes Angebot für Eltern mit Erziehungsproblemen oder voyeuristische Fernsehbefriedigung auf Kosten der Kinderrechte?
Seit dem Frühjahr 2005 ist auch der Privatsender ATV+ mit seinen „Super Nannys“ im Erziehungsalltag live dabei. Erziehungsberatungsformate im Fernsehen sind typische „Reality-TV“-Formate, die mit Live-Aufnahmen den ZuseherInnen suggerieren, an der sozialen Wirklichkeit des Gezeigten – in diesem Fall an den Erziehungsproblemen von Eltern – hautnah teilhaben zu können. Die Supernanny zieht für eine bestimmte Zeit samt Kamerateam in die Wohnung der Familie und zeigt den Eltern, wie sie es besser machen können. Für Erziehung gibt es aber kein Patentrezept zum Nachmachen.

Um diese Fragen zu klären haben die Österreichischen Kinderfreunde das Institut für Kinderrechte & Elternbildung mit einer Studie über die Supernannys beauftragt. Die Untersuchung erfolgte in Kooperation mit dem Institut für Entwicklungspsychologie der Universität Wien und ging der Frage nach, warum sich Eltern die Supernannys anschauen und in welcher Weise sie in eigenen Erziehungsfragen von dem Beratungsformat profitieren. Weitere zentrale Fragestellungen der Untersuchung beleuchten, ob die Problemanalysen vor Ort nachvollziehbar sind, die Erziehungsmethoden für eigene Erziehungsprobleme adaptiert und angewandt werden können, ob Eltern nachhaltig von den gezeigten Erziehungstipps profitieren und wie sie die Kritik von ExpertInnen einschätzen, die meinen, dieses Format würde gegen die Kinderrechte verstoßen.

Die Studie zum Download (pdf 1,4 MB)

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